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ChatGPT oder Google: Wie sucht die Schweiz 2026?

Raul · 28. Oktober 2026

Google bleibt 2026 der wichtigste Einstieg in die Suche: Laut IGEM-Digimonitor 2026 nutzen 98 Prozent der Schweizer Internetnutzenden Suchmaschinen, 57 Prozent suchen zusätzlich über KI-Plattformen wie ChatGPT. KI ersetzt Google also nicht, sondern ergänzt es. Für KMU heisst das: Sichtbarkeit braucht beide Kanäle, die klassische Suche und die Antworten von ChatGPT & Co.

Die kurze Antwort: Google vorne, KI holt auf

Wer in der Schweiz etwas sucht, startet meistens noch bei Google. KI-Plattformen sind 2026 aber zu einem zweiten Suchkanal geworden, den eine Mehrheit der Bevölkerung bereits nutzt. Die wichtigsten Studien des Jahres zeigen deshalb kein Entweder-oder, sondern ein Sowohl-als-auch.

Die wichtigsten Zahlen im Überblick

KennzahlWertQuelle
Nutzen Suchmaschinen mindestens gelegentlich98 % der InternetnutzendenIGEM-Digimonitor 2026
Nutzen den KI-Modus in klassischen Suchmaschinen77 %IGEM-Digimonitor 2026
Suchen über KI-Plattformen57 %IGEM-Digimonitor 2026
Nutzen ChatGPT mindestens gelegentlich67 % (4,3 Mio. Personen)IGEM-Digimonitor 2026
Nutzen ChatGPT täglich17 %IGEM-Digimonitor 2026
Nutzen Chatbots als Ersatz für die Websucheüber 40 % der KI-NutzendenComparis, März 2026
Marktanteil von Google unter den Suchmaschinen80,19 %Statcounter, September 2026
Starten die Suche nach einem KMU direkt mit KI13 %KMU Digital Pulse 2025

Google bleibt der Startpunkt

Suchmaschinen sind fast universell: 98 Prozent der Internetnutzenden zwischen 15 und 75 Jahren verwenden sie mindestens gelegentlich, mehr als zwei Drittel sogar täglich (IGEM-Digimonitor 2026). Unter den Suchmaschinen dominiert Google mit einem Marktanteil von 80,19 Prozent im September 2026, gefolgt von Bing mit 12,11 Prozent. Statcounter misst dabei Seitenaufrufe, die über Suchmaschinen auf Websites gelangen, nicht die Zahl der Suchanfragen.

Auch bei der Suche nach einem lokalen Betrieb führt der Weg meist über Google: Laut der Studie KMU Digital Pulse 2025 von Localsearch und der Hochschule Luzern starten 80 Prozent bei einer Suchmaschine, wenn sie ein KMU suchen und noch keinen Anbieter kennen.

ChatGPT ist zum zweiten Suchkanal geworden

57 Prozent der Bevölkerung suchen inzwischen über KI-Plattformen. Das sind mehr als über YouTube (34 Prozent) oder Social Media (28 Prozent). Bei den Plattformen ist die Schweiz klar ChatGPT-geprägt: Zwei Drittel nutzen den Dienst mindestens gelegentlich, 17 Prozent täglich.

KI-PlattformNutzung mindestens gelegentlich (15 bis 75 Jahre)
ChatGPT67 %
Gemini32 %
Copilot30 %
Meta AI13 %
Claude10 %
Perplexity10 %
Mistral3 %

Quelle: IGEM-Digimonitor 2026. Eine Umfrage von Comparis vom März 2026 bestätigt den Trend: Über 40 Prozent der KI-Nutzenden verwenden Chatbots als Ersatz für die Websuche, weil eine formulierte Antwort praktischer ist als eine Liste von Links.

Die Grenze verschwimmt: KI steckt auch in Google

Seit Oktober 2025 ist der KI-Modus von Google auch in der Schweiz verfügbar, auf Deutsch, Französisch und Italienisch. Laut IGEM-Digimonitor 2026 nutzen 77 Prozent den KI-Modus in klassischen Suchmaschinen. Wer «bei Google» sucht, bekommt also oft ebenfalls eine KI-generierte Antwort. Die Frage «ChatGPT oder Google» greift deshalb zu kurz: Entscheidend ist, ob ein Unternehmen in KI-Antworten auftaucht, egal auf welcher Plattform.

Warum die Studien so unterschiedliche Zahlen zeigen

Wer zur KI-Nutzung in der Schweiz recherchiert, findet 2026 Werte zwischen 39 und 80 Prozent. Die Studien widersprechen sich nicht, sie messen Unterschiedliches: andere Altersgruppen, andere Definitionen von Nutzung und andere Methoden.

StudieWas gemessen wirdWert
Microsoft AI Diffusion Report, Q2 2026Anteil der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter, der generative KI nutzt39,1 %
Comparis, März 2026 (1035 Befragte)Erwachsene, die regelmässig KI-Chatbots nutzen76,1 %
IGEM-Digimonitor 2026 (1957 Befragte)15- bis 75-Jährige, die KI-Dienste nutzen80 %

Microsoft stützt sich auf Nutzungsdaten, Comparis und IGEM auf Befragungen. Umfragen erfassen auch gelegentliche Nutzung, die in Nutzungsdaten kaum ins Gewicht fällt. Für eine Einschätzung lohnt es sich deshalb, die Entwicklung innerhalb einer Studie zu vergleichen: Bei Comparis stieg der Wert von 49,7 Prozent (2024) über 62,4 Prozent (2025) auf 76,1 Prozent (2026).

Was das für KMU bedeutet

Noch beginnen erst 13 Prozent die Suche nach einem KMU direkt bei einer KI, bei den 18- bis 29-Jährigen sind es 21 Prozent (KMU Digital Pulse 2025). Fast jede fünfte Person hat sich in den letzten zwölf Monaten aber bereits per KI über KMU-Dienstleistungen informiert, und die Studie erwartet, dass künftig etwa die Hälfte der Bevölkerung das tun wird. Für Betriebe heisst das:

  • Google-Grundlagen pflegen: ein vollständiges Google-Unternehmensprofil, eine schnelle Website und klare Seiten zu jeder Leistung.
  • Inhalte zitierfähig machen: typische Kundenfragen kurz und präzise beantworten, mit konkreten Zahlen und Quellen.
  • Erwähnungen ausserhalb der eigenen Website aufbauen: Bewertungen, Branchenverzeichnisse und Fachartikel stärken das Vertrauen von Suchmaschinen und KI-Systemen.
  • Sichtbarkeit in KI-Antworten messen: regelmässig prüfen, ob ChatGPT, Gemini oder der Google-KI-Modus dein Unternehmen nennen.

Wie SEO und GEO dabei zusammenspielen, erklären wir auf unserer Seite zur GEO-Optimierung.

Quellen

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Häufige Fragen

Kurz erklärt

Nutzen Schweizerinnen und Schweizer mehr Google oder ChatGPT?

Mehr Google: 98 Prozent der Internetnutzenden verwenden Suchmaschinen, 67 Prozent nutzen ChatGPT mindestens gelegentlich (IGEM-Digimonitor 2026). Die meisten nutzen beide Kanäle parallel.

Wie viele Menschen in der Schweiz nutzen ChatGPT?

Laut IGEM-Digimonitor 2026 nutzen 67 Prozent der 15- bis 75-Jährigen ChatGPT mindestens gelegentlich, das sind rund 4,3 Millionen Personen. 17 Prozent nutzen den Dienst täglich.

Ersetzt ChatGPT die Google-Suche?

Nur teilweise: Über 40 Prozent der KI-Nutzenden verwenden Chatbots als Ersatz für die Websuche (Comparis, März 2026). Gleichzeitig bleiben Suchmaschinen mit 98 Prozent Nutzung der wichtigste Kanal.

Wie viele Menschen suchen KMU über KI?

13 Prozent starten die Suche nach einem KMU direkt mit KI, fast 20 Prozent haben sich im letzten Jahr per KI über KMU-Dienstleistungen informiert (KMU Digital Pulse 2025).

Muss ein KMU jetzt auf GEO statt SEO setzen?

Nein, GEO baut auf SEO auf. Eine technisch saubere Website mit klaren, zitierfähigen Inhalten ist die Grundlage für beide Kanäle.

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